Wenn die Natur erwacht, es draußen grünt und blüht, die Vögel schon frühmorgens zwitschern, sind viele Menschen antriebslos und ohne Schwung. Etwa jeder Zweite wird in der Zeit bis Ende Mai von der Frühjahrsmüdigkeit geplagt. Das kommt nicht von ungefähr. Denn der Lichtmangel, die tiefen Temperaturen sowie Erkältungen und Infekte haben an den Kräften gezehrt. Hinzu kommt: im Winter wird gern mal deftiger gegessen und wir greifen seltener zu frischem Obst und Gemüse. Im Frühjahr, wenn eigentlich die Lebensgeister wieder erwachen sollten, ist dann die innere Batterie leer. Das äußert sich in stärkerem Schlafbedürfnis, Übellaunigkeit, Nervosität oder auch Kreislaufproblemen.
Steigende Temperaturen – sinkender Blutdruck
Ursache dafür ist das Frühlingswetter. Die steigenden Temperaturen lassen den Kreislauf absacken. Denn wenn es wärmer wird, weiten sich unsere Blutgefäße, um den Körper zu kühlen. Der Blutdruck sinkt. Dadurch fühlen wir uns müde und abgeschlagen.
Mit dem Wechsel von der dunklen in die helle Jahreszeit stellt sich unser Körper um.
Das Sonnenlicht aktiviert die Produktion des Botenstoffs Serotonin, das auch als Glückshormon bekannt ist. Zugleich ist das für den Schlaf zuständige Hormon Melatonin noch sehr aktiv. Die Wechselwirkung der beiden Hormone strengt den Körper an und kostet uns Kraft. Je schneller die Hormonumstellung vollzogen ist, umso eher lässt sich der Frühling genießen.
Egal welche Gründe die Frühjahrsmüdigkeit hat. Sie können aktiv sein.
- Genießen Sie die Sonne
Stehen Sie morgens früh auf und genießen Sie die Sonnenstrahlen im Freien. Je mehr Tageslicht Sie „tanken“, desto schneller stellt sich der Körper um – weg vom Melatonin, hin zum Serotonin. - Bewegen Sie sich mehr
Regelmäßige auch kleine Spaziergänge bringen Sie wieder auf Touren. Damit lassen Sie die Müdigkeit schnell hinter sich. - Wechselduschen
Regen Sie schon morgens unter der Dusche den Kreislauf an und brausen Sie sich warm und kalt ab. - Obst und Gemüse
Im Frühling braucht der Körper eine vitamin- und mineralstoffreiche Kost. Achten Sie auf eine gute Ernährung und essen Sie häufiger Obst und Gemüse. So kommt Ihr Stoffwechsel auf Trab.

