CDU-Sozialpolitiker: Wegfall der Höherwertung bei der Rente ist inakzeptabel
(Dresden, 22. Juli 2016) Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat ihre Pläne zur Rentenänderung vorgestellt. Dazu sagt Alexander Krauß, der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages: „Die Arbeitnehmer in Sachsen würden damit deutlich schlechter gestellt!“
Wenn sich Nahles durchsetzen sollte, wird die Altersarmut in Ostdeutschland deutlich zunehmen. Grund ist der geplante Wegfall der Höherwertung. Die Rentenanwartschaft ostdeutscher Arbeitnehmer wird derzeit aufgewertet – in diesem Jahr um den Faktor 1,1479. Mit anderen Worten: Wer den ostdeutschen Durchschnittsverdienst von 2886 Euro hat, der darf später mit der gleichen Rente rechnen wie ein Arbeitnehmer, der im Westen 500 Euro mehr verdient.
„Da die Gehälter im Osten immer noch unter dem westdeutschen Niveau liegen und sich das in den kommenden vier Jahren auch nicht ändern wird, können wir auf die Höherwertung nicht verzichten“, sagt Krauß. Die Angleichung der Ostrenten an die Westrenten sei in Ordnung – nicht aber auf Kosten der ostdeutschen Arbeitnehmer.

