Ärztlicher Bereitschaftsdienst bekommt zentrale Nummer
Wer nachts oder am Wochenende dringend einen Arzt braucht, muss sich künftig nur noch die Telefonnummer 116 117 merken. Die bundesweit einheitliche, kostenlose Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes soll ab dem 16. April erreichbar sein. Sie beendet ein unübersichtliches Nummern-Wirrwarr.
Von Birgit Sagemann, ARD-Hauptstadtstudio Berlin
Bauchschmerzen oder hohes Fieber und das in der Nacht oder am Wochenende, wenn keine Arztpraxis geöffnet hat: ein klassischer Fall für den Bereitschaftsdienst. Aber welcher Arzt in der Nähe hat gerade Dienst? "Zur Zeit gibt es über eintausend verschiedene regionale Nummern, die teilweise auch noch täglich wechseln", umreißt Andreas Köhler, Vorstandschef der kassenärztlichen Bundesvereinigung KBV, die Situation. "Das macht es für die Patienten nicht immer einfach, schnell einen Arzt zu erreichen, wenn sie ihn brauchen. Genau das wird sich nun ändern. Patienten, die nachts oder am Wochenende krank werden, brauchen sich dann nur noch die 116 117 zu merken."
Die neue einheitliche Nummer gilt bundesweit, funktioniert ohne Vorwahl und der Anruf ist für Patienten kostenlos. Erfreulich findet das der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller: "Es ist heute ein sehr guter Tag für Patienten, denn es beendet das Wirrwarr von über 1000 Wegen zu einem Arzt zu kommen jetzt auf eine einzige Lösung."